Wenn Schwarzis Urlaub machen werden nicht nur die Städte, Restaurants und Bars erkundet, es geht auch raus in die Natur und wir stellen uns jeder Herausforderung.
Diese war heute der „besonderen Art“ – es galt den Abstieg, die Besichtigung der Schlucht und den Wiederaufstieg zu bewältigen. Dass hier für den Aufstieg auch Fahrten angeboten wurden, konnten wir zuerst nicht glauben – nach dem Abstieg war das jedoch schon mal anders.
Das Klettern über Felsen, der Weg über gleißend helle Geröllfelder – wir ließen uns nicht schrecken, doch erahnten wir, was uns auf dem Rückweg (Aufstieg) erwartet.
33°C im Schatten, von dem wir auf dem Weg wenig zu sehen bekamen, taten ihr Übriges, so dass der Abstieg schon Einiges in sich hatte.
Nach einer kurzen Einweisung am „Eingang“ zu Natur, den Tieren/Pflanzen und deren Schutz ging es los. Die Schlucht selbst ist in 3 Bereiche eingeteilt, die den Schwierigkeitsgrad anzeigen.
- Grün ist für alle geeignet, die den Weg hierher gefunden haben
- Gelb ist für Abenteuerlustige, die noch nicht genug haben und wissen, wie sie wieder nach oben kommen
- Rot ist für Profis mit alpiner Ausrüstung
Wir blieben bei „grün“, da wir uns der anstehenden Kletterpartie bewusst waren.
Dennoch reichte es um zu erkennen, wie klein und unwichtig wir Menschen in der Natur sind.
Der anschließende Aufstieg in der nun aufkommenden Mittagssonne gestaltete sich als „spannend“. Allein die Höhenmeter waren schon eine Herausforderung, das mitgenommene Wasser hatte Tee-Temperatur, so dass an Erfrischung nicht zu denken war.
Als bekennende Flachländer hatten wir es (gefühlt) doppelt schwer.
Ich für meinen Teil darf erwähnen, dass ich bei keiner unserer bisherigen Wanderungen so fertig war. Selbst 120 km „Heide“ waren dagegen fast ein Kinderspiel – alle paar Meter musste ich kleine Pausen einlegen, die Beine konnten nicht mehr, auch wenn der Kopf sie antrieb. Das war eine neue und wertvolle Erfahrung, man sollte seine Grenzen kennen.
Wir erreichten den Parkplatz und unser Auto, das war für heute „genug“.
PS.: Abends ging es nach Rückfahrt und Dusche dennoch auf Flip-Flops zum Essen und in eine Bar. Die Erholung hatte rechtzeitig eingesetzt. 😉

Die Wegweiser kannten wir aus Euskadi (Baskenland) – wir sollten sie auch an anderer Stelle wiederfinden.

