24. Etappe Camino del Norte – Mondoñedo => Vilalba

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Der morgendliche Blick aus dem Fenster gen Himmel war heute (wieder) kein Genuss. Grau in grau waren die Berge rund um Mondoñedo in Nebel und Wolken getaucht. Feiner Nieselregen soll ja gut für die Haut sein, für die Stimmung war er das nicht. Der Hotelier erklärte es als üblichen Seenebel, der den Fluss ab Foz aufwärts zieht. Erst nach den Bergen sollte sich Kontinentalklima einstellen.

So war der Anfang des Weges unangenehm bis anstrengend, da der Nebel sich bis auf 20-30 m Sicht verdichtete. Langsam kamen die Berge und dort der Wind. Die Sicht war hier zwar besser, die 14° wurden nur sehr langsam mehr.

Nach dem letzten nebligen Höhenzug ging der Weg auf Abadin zu – dort sollte sich lt. morgendlichem Gespräch das Klima ändern. Leider war dem nicht so und wir fluchten das eine oder ander Mal leise (oder lauter) vor uns hin. Das dauerte noch 5 km an – dann kam die Sonne und die gute Stimmung zurück. Jetzt konnten wir den Weg wieder richtig geniessen.

Heute war auch ein Tag der Begegnungen: Auf einer kleinen Steinbrücke wurden handgefertigte Souvenirs verkauft. Mit dem Verkäufer kamen wir ins Gespräch, über unsere Motivation für den Camino und die Gedanken, die sich auf unserer Reise eingestellt haben. Als wir weitergingen hingen wir noch lange dem Gespräch nach. Die zweite Begegnung war Felix aus Sachsen-Anhalt, mit ihm zusammen steuerten wir 2 Bars an und erzählten auch auf den Kilometern dazwischen und danach über „Gott und die Welt“. Vielleicht sehen wir ihn auf den verbleibenden Etappen wieder – es würde uns freuen. Die dritte spannende Begegnung fand in der Lavanderia statt – ein lustiges Paar – sie aus Columbien, er aus Porto. Vom scheußlichen Herbst- und Winterwetter hier in Vilalba über columbianische Musik bis zum Camino – wir hatten amüsante Themen.

Auf unserem abendlichen Stadtrundgang (nach Waschsalon) „erbeuteten“ wir noch einen Stempel in der großen Kirche des Ortes – die Reinigungsfrau konnte überzeugt werden. 😉

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