18. Etappe Camino del Norte – Gijón => Avilés

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Heute gab es wieder eine angepasste Route. Nach Gesprächen mit anderen Pilgern hatten wir beschlossen, auf den normalen Weg nach Aviles zu verzichten, viele Kilometer Industriegebiete hätten wir nicht toll gefunden.

So brachte uns ALSA (regionale Überlandbusse) nach Luanco, einem kleinen Fischerort nordwestlich von Gijon. Wir hatten vorab die Gegend sondiert und ein altes Erzbergwerk sowie den Leuchtturm für den Hafen von Gijon auf dem Plan. Die Strecke wurde schnell mit Komoot zusammengestellt und auf ging’s. Jetzt wurde es spannend – vielleicht kennt der eine oder ander Leser die „lustigen“ Videos: Ich habe die Strecke mit Komoot geplant. So kamen wir uns heute auch vor. Doch dazu später.

In Luanco fing die Kletterei schon an und völlig fertig erreichten wir den Gipfel der  ersten Anhöhe. Dort stand ein Auto mit spanischem Kennzeichen, mit dem wir ein lustiges Bild machten. Völlig irritiert kam der Eigentümer aus seinem Haus bis wir ihm das Nummernschild und den HSV-Fischerhut zusammen zeigten. „Hamburgo“ kannte er dann doch und erklärte das dann gleich der Familie. Sein Sohn hatte übrigens einen Pullover mit Raute an – wie passend…. #nurderhsv

Jetzt waren wir mittig in der Natur und erreichten die erste einsame Bucht. Nur ein Einheimischer sammelte angespülten Seetang – wir genossen die erste entspannte Pause des Tages.

An die alte Erzmine erinnerten verfallene Gebäude und ein kleiner Hafen, auf dem Parkplatz standen noch 2 Loren. Leider war Vieles dem Verfall preisgegeben und nicht zu besichtigen. Durch Brombeeren, Disteln, Brennesseln und Bärenklau – die Strecke war ausgesprochen naturbelassen wie die Fotos es auch zeigen – ging es weiter Richtung Leuchtturm. Komoot sei Dank endete die Route von der Rückseite auf einem Bauernhof. Wir waren froh, dass die Hunde nicht frei herumliefen, denn vorne stand ein Schild „Privat – Betreten verboten“. 🫣

Endlich am Leutturm angekommen konnten wir eine traumhafte Aussicht geniessen und den Seewind auf der Haut spüren. Die vielen Autos auf dem Parkplatz wiesen zwar auf einen touristischen Hotspot hin, allein die Bar war schon länger eine Baustelle und die Tore des Leuchtturms verschlossen. Das hatten sich wohl alle Anreisenden anders vorgestellt – wir zumindest. Somit musste wieder eigener Proviant schon gut temperiert herhalten.

Der nun folgende Weg nach Aviles war sonnig und schön,  bis wir der Stadt näher kamen. Dann konnen wir von einem der umliegenden Berge sehen, was mit „Weg durchs Industriegebiet“ gemeint war. Zwar haben wir heute ca. 6 km und einige hundert Höhenmeter mehr gemacht, doch beim Camino de Santiago ist ja auch der Weg das Ziel.

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