Heute war der 2. Tag ohne Regen – das gibt ein rotes Kreuz im Kalender – und bei der Wanderbekleidung wird es ein lustiges Bräunungsmuster. Streifenfrei war früher Mode … jetzt nicht mehr. 🤣
Unser Weg nach Check-Out und Frühstücks-Cafe ging durch die Gassen von Getxo auf die endlose Uferpromenade, so dass wir bis zur weltberühmten Schwebefähre (UNESCO-Welterbe) schon 4 km weg hatten. Auf der anderen Uferseite gab es nach 3 rein baskischen Etappen (weiß-rot) wieder gelbe Camino-Pfeile und einen Stempel von Portugalete. Soetwas war in Getxo nicht möglich.
Um die Gelenke etwas zu schonen folgten wir nun den gelben Pfeilen statt weiß-rot und nahmen lieber 3 km mehr in Kauf als die „Hügel“ an der Biskaya. Dafür gab es den ersten Berg mit kleinen Rolltreppen – eine irre Einrichtung für die Passanten und sicher auch die Pilger.
Aus der Stadt heraus kamen wir auf einen kombinierten Wander-Radweg mit 2 Fahrrad-Fahrspuren über ewig viele km – so sehen bei uns viele Strassen nicht aus.
Wieder am Meer angekommen gab es einen super ausgebauten Wanderweg direkt über der See. Die Spuren auf dem Asphalt deuteten auf viele Pilger mit Wanderstöcken hin – ein lustiger Anblick.
Hier endete das Baskenland und Kantabrien begann.
Als Castro Uridalds in Sicht kam, machte es einen eher langweiligen Eindruck, erinnerte uns etwas an Mutriku. Doch das sollte sich ändern, als wir in die Altstadt kamen und unser Hotel ansteuerten. Mitten in einer der engen Gassen, voll von kleinen Läden und Bars – und Menschen, die den Freitag bei Bier, Wein sowie Häppchen ausklingen ließen. Top Lage also – von außen waren wir zwar etwas über die Vollstahl-Eingangstür irritiert, drin dann geflasht, was unter 2* geboten wird.
Nach Dusche, Waschsalon und Einkauf der morgigen Getränke waren wir mitten im Geschehen. Tapas-Bars und Restaurants mit kantabrischen Weiß-/Rose- und Rotweinen durften nicht fehlen. Octopus und lokale Fleisch-Wurst-Mix-Pfanne sowie Oliven und die kleinen Nasch-Spieße mit Anchovis rundeten den Abend ab.
Um den Abend ausklingen zu lassen waren wir froh, dass die Zimmerfenster auf den Hof führten. Das Stimmenwirrwarr der feiernden Menschen in der Gasse war gewaltig – wir sind begeistert, doch müssen früh raus.




























