Hier kommt die sehr individuelle Anpassung UNSERES Caminos – der legendäre Felsen in der Biskaya musste für mich sein, die An- und die Aussicht sind einfach spektakulär und der Ab-/Auf-/Ab-/Aufstieg eine Hardcore-Bergwanderung an sich. Dennoch – wer mal in die Gegend kommt – das ist ein Muss!
Doch von Anfang an: Gestern noch mit der Vermieterin über ein Frühstück gesprochen und morgens festgestellt – es ließ sich nicht zubuchen. Also in die Socken und los Richtung erstem Stopp, die Stimmung war für ein Wanderfasten entsprechend.
Nach 12 km kamen wir nach Laida und wollten mit der Fähre übersetzen (Fahrplan ab 01.06.), das war allerdings ein Spaß – nix Fähre vor dem 15., wie wir später erfuhren. Erst einmal in der dortigen tollen Bar Frühstück-Mittag in Form von Pintxos für die Besserung der Stimmung.
Als wir zur Bushaltestelle gehen wollten kam Santiago aus Argentinien (wir hatten vorher mit ihm über die Fähre gesprochen) und bot uns Platz in seinem Auto auf dem Weg zur Arbeit an – für einen Teil der zusätzlichen Strecke. Neben einer rasanten Fahrweise hatten wir ein lustiges Gespräch über die baskische Aussprache der „tx’s“, das Wetter im Juni und seine Salsa-Musik aus Südamerika. An einer passenden Bushaltestelle setzte er uns ab und verwehrte eine Aufmerksamkeit mit dem Spruch „Lass es gut sein, wir sehen uns irgendwann wieder!“. High-Five – und weiter mit dem Biskaya-Bus bis zum ursprünglichen Anleger und dann klapperten wieder die Wanderstöcke über die Berge. Das machte in der Streckenaufzeichnung 20 km, die wohl schwer zusätzlich in unsere Leistungsfähigkeit „gepasst“ hätten, die gemessenen Höhenmeter waren davon kaum betroffen.
Jetzt – jetzt endlich kam Gatztelugatxe! Selbst aus der Entfernung des ersten Blicks in der Gischt der Biskaya …. ich war hin und weg. Da wir noch vor dem 06.06. da waren ging es ohne Ticket (immer kostenfrei – nur mengenregulierend) erst einmal 300 m abwärts und dann auf den Felsen hinauf. Neben der Wahnsinns- Aussicht von See auf die Uferfelsen sind Brücke und Treppe eine technische Meisterleistung.
Nach dem Wiederaufstieg auf dem Festland mussten wir erst einmal auf ein Bier einkehren um die letzten Kilometer zum Hotel zu schaffen – natürlich Berg-und-Tal. Das Hotel lag ein paar Minuten abseits, war jedoch unser bestes bisher.
Auf dem Weg fanden wir einen Waschsalon – unser Erstversuch – der super klappte. Die „Futtersuche“ führte uns in eine kleine Taberna – gebratene Sardellen und anschließend Käse-/Karamellkuchen. Der Tag war gerettet. Der Inhaber war übrigens in diesem Jahr schon Deutschland und bot uns sein privates Tablet für die Übersetzung der Speisekarte an. Cooler Typ.

























