Anja (BJ 1973) und Karsten (BJ 1969) – seit 1990 ein Paar und seit 2003 verheiratet, 3 gemeinsame Kinder, die gelegentlich auch mal mitwandern.
Dieses Hobby ist faktisch aus der Not heraus entstanden, in der Corona-Zeit eine Übungsleiterlizenz Reha-Sport zu verlängern. Da es faktisch keine passgenauen Präsenzveranstaltungen gab haben wir in Abstimmung mit dem Verband einen Nordic-Walking-Trainer-Lehrgang mitgemacht und sind so zur Wanderbewegung gekommen. Zertifizierte Nordic-Walking-Trainer sind wir damit auch noch geworden.
Nach einigen Speed-Walking-Events wurden wir auf das Langstreckenwandern aufmerksam und haben es dann erst einmal auf eigene Faust versucht.
Der erste 25-km-Marsch war ein entspannter Spaziergang, da wir nicht ganz untrainiert gestartet sind.
In einer Anwandlung von „Größenwahn“ haben wir uns dann am kommenden Wochenende mit einer Stecke über 52 km versucht – und es war ein Desaster.
Nicht die Strecke war dabei unser Problem, wir haben die richtige/passende Ausrüstung völlig unterschätzt.
So liefen wir anschließend auf Wasserkissen, so viele Blasen an den Füßen hatten wir uns zugezogen und selbst eine längst vergessene Baker-Zyste legte ein Knie lahm.
Was also tun? – „Weicheier werden nicht geboren sondern erzogen“
Aufgeben und lieber „Couching“ war somit keine Option, nicht unser Stil:
Recherchen über Schuhe, Socken und Unterwäsche brachten uns schnell auf den richtigen Weg, so waren wir nach 2 Monaten bei unserer ersten organisierten Wanderung (Ostseeweg) dabei und konnten nach weniger als 6 Monaten den ersten 100-er meistern (davon 8 h = 40 km im stömenden Regen).
„Stolz wie Bolle“ konnten wir nicht mehr genug bekommen und schafften im ersten richtigen Wanderjahr
15* mindestens Marathon-Strecke, davon 2*100 km, 1*75 km und 1*62 km
Sollte man da etwa Sucht vermuten? JA!!!!! Es hatte uns gepackt!
