Am Ankuftstag haben wir den Beitag wirklich nicht geschafft …. somit nun am Folgetag ein neuer Versuch:
Hallo zusammen, wir sitzen mal wieder in einer Lavanderia (dies Mal in A Coruña) und bringen unsere Kleidung in Ordnung. Somit sind jetzt ein paar Minuten Zeit, um mit den Bericht der letzten Etappe zu beginnen…..
Wir starteten im Nebel, dennoch war es warm und wir konnten kurzärmelig los. Der Abschied fiel uns wieder schwer, die tollen Objekte im Nirgendwo packen einen doch etwas mehr. Allerdings waren wir mindestens 7 Wanderer im Hause, zum Teil sahen wir uns auf der Strecke nach Santiago wieder.
Heute hatten wir keine Eile, blieben oft stehen und genossen den Tag. Selbst die Schnick-Schnack-Verkäufer hatten ihre Freude mit uns – und wir mit deren Stempeln. So kamen wir dann doch noch an einen aus Siegelwachs. Zur Feier des Tages gab es sogar Torte an einer der vielen tollen Bars.
Da die Sonne mittlerweile richtig losgelegt hatte wurde der Tag ordentlich warm. Wir sparten uns die Sonnencreme, wenigstens ein bisschen Spanien auf der Haut sollte ja zu sehen sein.
Auf den Natur-/Waldstrecken wurden wir immer langsamer, als wollten wir den Tag nie enden lassen. Dagegen wurden die unvermeidbaren Strassen möglichst schnell erledigt. So überholten wir uns mit einigen Gruppen mehrmals gegenseitig.
Zwischen „kein Mensch weit und breit“ und „wo kommen die denn alle her“ – heute gab es das Alles im fliegenden Wechsel. Selbst Pilger hoch zu Roß waren unterwegs.
Auf den letzten Kilometern durch die Stadt trafen wir auf einige grössere Gruppen, die laut singend ihre Ankunft feierten. So musste man nicht mehr auf die Beschilderung achten sondern folgte den Stimmen. Dann kam die Kathedrale und deren Vorplatz, auf dem sich die Pilger einfinden. Hier lagen auch wir uns in den Armen und genossen den Moment, die vollen 4 Wochen Wanderschaft über mehr als 850 km geschafft zu haben. Das schöne Wetter und die damit warmen Steine nutzend saßen wir eine Zeit einfach nur mitten auf dem Platz und freuten uns auch für all die Anderen, die nach uns eintrafen. Hier gab es sogar Wiedersehen nach ein paar Tagen – so unterschiedlich sind die Etappen und Wege selbst auf den letzten 100-200 km.
Nach einigen Berichten über ewige Wartezeiten und notwendigen neuen Versuchen am Folgetag zum Ausstellen der Compostela drängelte ich auf den „offiziellen Teil“ im Pilgerbüro und habe damit bestimmt den Moment etwas kaputt gemacht. Das Schicksal eines Planers kurz vor dem Finale? Jedenfalls wurden unsere Dokumente nach ca. 30 min Wartezeit ausgestellt und wir kehrten auf den Platz vor der Kathedrale zurück. Jetzt war die letzte Anspannung gefallen und neben der Euphorie über das Geschaffte kamen Gedanken wie „Und was nun?“ sowie alle kleinen und grossen Gebrechen. Da ich ab und an als Motivator „tätig“ war hatte ich die eigenen Schmerzen in linkem Knöchel und rechtem Knie nicht thematisiert. Männer reden ja über sowas nicht – eigentlich blöd, uneigentlich auch nicht – das Ergebnis gab mir Recht.
Es war an der Zeit, unsere Herberge aufzusuchen, die heute in einem Kloster war. Nach einer ersten Erfrischung spazierten wir wieder in die Stadt um uns die Kathedrale auch von innen anzusehen. Eher zufällig waren wir vor der allabendlichen Pilgermesse dort und konnten so neben der Messe selbst den durch das Kirchenschiff schwingenden Weihrauchkessel bewundern. Ein Gang durch die Krypta zum Silbersarg der Überreste Jakobus‘ sowie hinter den Altar rundeten den Besuch ab. Hinter dem Altar durfte man die Statue des Apostels umarmen und sich für die Begleitung auf dem Weg nach Santiago bedanken. Ein kleines spanisches Strassenfest mit live-Musik rundete den gelungenen Tag ab.



















































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Hallo ihr Lieben,
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Wahnsinns Leistung! 👏👏👏
Ich weiß gar nicht was man darauf sagen soll!?
Es war mir eine Freude und Ehre, euch hier zu begleiten. Schade das die kurzweilige Unterhaltung jetzt zu Ende ist.😌
Sooo viele Eindrücke, hoffentlich bekommt ihr davon nicht Kopfschmerzen! 😉 Kommt wieder gut nach Hause und erholt euch gut…
Liebe Grüße aus Pantelitz, Dirk 🤗